Die Alchemie stellt das älteste systematische Wissen der Menschheit dar. Daraus geht eine völlig andere Naturbetrachtung hervor. Deshalb ist der Begriff der „Elemente“ in der Alchemie ganz anders zu verstehen als in der heutigen Chemie. In der alchemistischen Tradition werden als Elemente fünf immaterielle Schwingungsqualitäten bezeichnet, welche als Grundbausteine der Materie fungieren. Jedes dieser Elemente besitzt eigene Qualitäten, aus denen spezifische materielle Eigenschaften hervorgehen.
Diese 5 Elemente sind Erde, Wasser, Luft, Feuer und Äther.
Sie entspringen den drei philosophischen Prinzipien Merkur, Sulfur und Sal, welche wiederum aus der Vibration der himmlischen Polarität hervorgegangen sind. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass in dieser geistigen Kosmogenese keine lineare Zeitfolge existiert, wie wir sie kennen — vielmehr ist die Entstehung ein gleichzeitiges Ereignis im ewigen Jetzt.
In dieser Kosmogenese sind die fünf Elemente die Brücke zur materiellen Welt und bereits für unsere Sinne erfahrbar. Dabei zeigt sich die Materie in den Zuständen strahlend, gasförmig, flüssig und fest. Diese vier Grundzustände sowie der Raum in dem sie interagieren, sind Ausdruck der 5 Elemente. Das fünfte Element, die sogenannte Quintessenz, drückt hierbei das Zusammenwirken der drei philosophischen Prinzipien als Einheit in den Elementen aus.
Je nach Betrachtungsart und Ebene kann der Mensch auch mit der Zahl 5 beschrieben werden. Hierbei ist die Quintessenz das göttliche Geistfunkenatom, Feuer die Willenskraft, Luft der Mentalkörper, Wasser der Emotionalkörper und Erde der physischen Körper. Passenderweise haben wir auch fünf Sinnesorgane, mit welchen wir die Materie erfahren können. Dies ist natürlich eine sehr vereinfachte Betrachtung des Menschen und soll lediglich aufzeigen, wie fraktal das Konzept der 5 Elemente ist. Ebenfalls können wir solch einen Ausdruck in der menschlichen DNA erkennen, wobei die 5 Elemente als die Basen Guanin, Adenin, Cytosin und Thymin sowie deren Verbindung über Licht in Erscheinung treten. Auch die im Schamanismus bekannten 4 Winde die sich im Himmelszelt bewegen, lassen sich in Übereinstimmung mit den 5 Elementen bringen.
Alles in der materiellen Welt beinhaltet also eine einzigartige Zusammensetzung dieser 5 Elemente, welche den physischen Ausdruck und die Wirkeigenschaften bestimmen. Mit diesem Wissen kann der Alchemist die Elemente ineinander überführen und den elementaren Zustand korrigieren. Auf diese Weise lässt sich die Schwingung erhöhen und die Materie umwandeln. Auch in der Heilmittelherstellung oder der inneren Arbeit des Alchemisten kann dieses Wissen auf positive Weise angewendet werden.
Betrachten wir die Elemente genauer, lassen sich folgende Qualitäten wahrnehmen:
Äther – subtiler Raum, Prinzip der Entstofflichung und Durchdringung, kalt, weit, beinhaltet als Akasha-Chronik eine Aufzeichnung des elementaren Geschehens, welches in ihm stattfindet.
Feuer – warm, trocken, strahlend, aktiv, bewegend, nährend.
Luft – warm, feucht, gasförmig, aktiv.
Wasser – kalt, feucht, passiv, flüssig.
Erde – kalt, trocken, fest, passiv.
In den Heiltraditionen alter Kulturen wurden das Wirken der Elemente in den Organen wahrgenommen und sie bildeten eine wichtige Basis in den Therapiekonzepten. So entsprach die Leber dem Äther, das Herz dem oberen Feuer, die Galle dem unteren Feuer, Milz und Knochensystem dem Erdelement, die Lungen und das Nervensystem dem Luftelement, Nieren und Gehirn dem Wasserelement, um einige Beispiel hierfür anzuführen. Auch verschiedene Gedanken und Gefühle können den Elementen zugeordnet werden.
Vielleicht konnten wir dir mit diesem Artikel einige Impulse vermitteln, die magische Welt um dich herum mit neuen Augen zu sehen und du kannst die 5 Elemente in deinem Leben meistern.